Beziehung retten – 10 Schritte aus der Sackgasse in die Liebe

Kennst du dieses komische Gefühl, dass du in einer festen Partnerschaft bist und dich total alleine fühlst? Im Gegensatz zur ersten Verliebtheitsphase, in der du eine grenzenlose Liebe zwischen dir und deinem Partner erlebst.
Du fragst dich was passiert ist und wie das sein kann? Wo du doch die besten Absichten hattest und dieses mal alles richtig machen wolltest.

Vielleicht lebt ihr inzwischen sogar in einer gemeinsamen Wohnung und habt euch klar füreinander entschieden. Und dennoch fehlt etwas. Du vermisst diese tiefe Nähe und Intimität in eurer Begegnung. Dieses Gefühl etwas Besonderes zu sein für deinen Partner. Den Alltag könnt ihr wunderbar zusammen meistern, aber der Zauber ist erloschen.

Das Herz bleibt leer. Enttäuschung und Resignation sind die Folge.

Zu deiner Beruhigung – es geht nicht nur dir bzw. deinem Partner so – du bist mit diesem Problem nicht allein.
Und vor allem – es gibt einen Ausweg! Du hast Möglichkeiten Frische und Lösungen in diese scheinbar festgefahrene Situation zu bringen.

„Wenn wir lieben, entdecken und vervollständigen wir unser Selbst in einem anderen Menschen“

Teilhard de Chardin

Notwendige Schritte um deine Beziehung zu retten

Absolute Selbst-Ehrlichkeit

Kennst du die inneren Stimmen, die eine offensichtlich frustrierende Situation verharmlosen oder gar schön reden in dir?

Du nimmst seit geraumer Zeit eine zunehmende Distanzierung, Ignoranz oder gar Respektlosigkeit von deinem Partner wahr und willst es einfach nicht wahrhaben. Mit Engelszungen versucht du dich zu beruhigen und auf bessere Zeiten zu hoffen. Du schweigst und wartest. Das ist eine sichere Sackgasse.

Die andere Seite davon ist ein zunehmendes nörgeln, genervt sein bis hin zu aggressiver Ablehnung deines Partners. Diese Methode führt ebenfall in eine Sackgasse.

Dann gibt es noch die Variante der Wunschwelten in denen du von schönen Zeiten in der Vergangenheit oder in der Zukunft träumst.

Als Alternative richtest du dich in deinen Gedanken parallel zur Sicherheit vielleicht sogar schon ein besseres Leben mit einem anderen Partner ein. All dies ist nicht die Lösung, sondern verstärkt das Problem. Der 1. Schritt ist die Anerkennung des Ist-Zustandes und sei er auch noch so hoffnungslos. Sei ehrlich mit dir selbst.

Bestandsaufnahme

Gestehe dir ein, wie es wirklich in dir aussieht. Wende deine Aufmerksamkeit dir selbst zu. Egal wie schrecklich und beängstigend sich das anfühlen mag. Lass los, deinen Partner ändern zu wollen. Frage dich stattdessen, warum will ich was ändern? Genau da ist die Spur, der du in dir selbst folgen solltest, um etwas zu bewegen. z.B. sehnst du dich schmerzlich danach, dass dein Partner dich bedingungslos liebt und dir das auch zeigt?

Dann frage dich: Tue ich das selbst für mich?  Liebe ich mich bedingungslos und schaue freundlich auf mich?  Oder werden dir in dieser Betrachtung abwertende und geringschätzige Stimmen in dir bewusst, die kein gutes Haar an dir lassen? Und mit denen du dir beständig einredest, es müsste “mehr, besser, anders” sein.

Du bist einfach nicht in Frieden mit dem was ist! Es scheint immer etwas zu fehlen, nicht ganz erfüllt zu sein.

Verantwortung für dich selbst übernehmen

Alles was du in deinem Partner suchst und von ihm willst versuche dir erst einmal selbst zu geben. Sei dir selbst der beste Freund und behandle dich genauso wie du es dir wünschst, dass dein Partner dich behandelt. Mit Wertschätzung, Anerkennung, Liebe und Respekt.

Liebe und Nähe kann nicht gemacht werden. Allerdings können wir die Bereitschaft entwickeln einen Raum zu pflegen, in dem dieser zutiefst menschliche Wunsch nach Nähe und Intimität die angemessene Wertschätzung bekommt. Wie soll eine zarte Pflanze gedeihen, wenn wir ständig lebensfeindliche Maßnahmen ergreifen und ihr den nährenden Boden vergiften, sie zukleistern oder ihr die Luft zum atmen nehmen? Eine bewußte Beziehung hat viel mit Respekt und Selbstliebe zu tun. Wenn diese Voraussetzungen fehlen, wird sie scheitern oder zumindest nicht wirklich erfüllend sein.

Nur wer sich selbst respektiert und liebt, kann dies auch einem anderen Menschen entgegenbringen.

Mut dich ehrlich mitzuteilen

Wenn du die ersten 3 Punkte kultiviert hast, habe den Mut deine menschliche Befindlichkeit mit all deinen Ängsten und Nöten mit deinem Partner zu teilen. Sprich immer von dir und bleibe mit dir verbunden, während du dich mitteilst. Habe die Einstellung, dass du damit nur ein Ziel verfolgst – nämlich mehr in deine Mitte zu kommen, dein Herz zu fühlen.

Zeige auch deine verdrängten Seiten für die du dich normalerweise schämst. Mute dich deinem Partner zu. Habe den Mut dich unverschönt und mit deinen menschlichen Schwächen und vorallem deinen Bedürfnissen zu zeigen. 

Es ist gut, wenn du dich für dieses Ritual ganz bewusst mit deinem Partner verabredest und ihm vorab sagst, dass du gerne ein Gespräch mit ihm führen willst. Schafft einen vertrauensvollen und ungestörten Rahmen.

Mach dir bewusst welche Bedürfnisse du hast, die nicht erfüllt werden?

Schreibe sie dir auf. Sprich diese Bedürfnisse bei deinem Partner an. z.B. wenn du das Bedürfnis hast öfters in den Arm genommen zu werden, sage es deinem Partner. Unterstützen ist dafür das Seelengespräch aus unserem gratis Kurs.

Vorstellungen über die Liebe loslassen

Wir alle haben von Kindheit an von unseren Eltern und Erziehungspersonen ganz viel gelernt was Liebe ist und was nicht.

Es ist tief in unser Unterbewusstsein geprägt wie es sich anfühlen muss, damit ich mit dieser wärmenden Erfüllung und diesem tiefen Frieden verbunden bin. Und genau das suchen wir später in einer Beziehung.

Es sind teilweise sehr kindliche Vorstellungen wie die Umstände sein müssen, damit ich das als Erfüllung empfinden kann. Das entwickelt sich dann zu einem Ideal in uns, dass wir ständig versuchen herzustellen und dass unser Partner eben so sein sollte, wie deine Idealvorstellung von ihm ist. Alles was uns begegnet, wird damit verglichen. Insbesondere auch der Partner. Und vielleicht dämmert es dir schon – das kann er niemals erfüllen! Und er muss es auch nicht. Es ist deine Aufgabe dich um diese Prägungen zu kümmern. Z.B. kann dein Partner geprägt sein, sich vor Nähe und Intimität schützen zu müssen und du bist vielleicht genau gegenteilig geprägt. Nämlich dass du 24 Stunden am Tag kuscheln und nah sein willst. Mit diesen kindlichen Sehnsüchten und Ängsten in dir in Kontakt zu sein und Verantwortung dafür zu übernehmen ist ein Weg aus der Sackgasse.

Versuche deine Eigenarten und Wünsche mit deinem Partner mitzuteilen, ohne zu erwarten, dass er sie erfüllen sollte.

Liebe ist Naturereignis; Partnerschaft ist Menschenkunst.

Prof. Querulix

Sieh die Problematik als Chance 

Etwas – nennen wir es mal Liebe – hat euch zusammengeführt. Dann erlebtest du in der ersten Phase etwas unbeschreiblich Schönes. Du warst wie verzaubert – und fühltest dich auf eine Art verbunden, für die es schwer ist sie überhaupt in Worte zu fassen. Es scheint wie ein Wunder.

Was wäre, wenn diese schöne Welt nur die halbe Wahrheit ist und nach geraumer Zeit sich die andere Hälfte der Wahrheit offenbart?

Wir alle haben Vorlieben und Abneigungen. Zu Beginn der Beziehung siehst du nur die Vorlieben in deinem Partner und die Seiten, die du jetzt an ihm ablehnst, konntest du damals gar nicht sehen.

Diese Abneigungen willst du aber jetzt loswerden oder verändern.

Doch leider wird das niemals funktionieren!

Was kann also die Lösung sein?

Anerkenne und respektiere beide Seiten. Und sei dankbar, dass du in deinem Partner den perfekten Spiegel deiner Vorlieben und Abneigungen hast. So kannst du klar erkennen, um was es bei dir geht.

Diese Tatsache ist keine Strafe, sondern eine Chance zu erkennen, was dir fehlt, wo du nicht authentisch und verantwortlich mit dir bist. Wo du lieblos und respektlos mit dir bist.

Dazu gehört auch zu prüfen, welches Verhalten in dir oder deinem Partner dir nicht gut tut. Wo ist es not-wendig STOP zu sagen und Grenzen zu setzen? Wo passt du dich deinem Partner an, obwohl es nicht gut für dich ist? Besinne dich immer wieder auf dich, um überhaupt deine Grenzen wahrzunehmen.

Rette dich selbst und du rettest deine Beziehung

Kehre die ganze Problematik, Unzufriedenheit, Frust und Angst um. Schaue genau in die andere Richtung, wie du es für gewöhnlich tust. Denn du kannst niemand retten – außer dich selbst! Wenn dir das gelingt, machst du deinem Partner das größte Geschenk, was du ihm machen kannst.

Du machst dich frei von den Prägungen und Befürchtungen, die du der Liebe in den Weg stellst. Eine klassische Befürchtung ist z.B. dein Partner könnte dich betrügen, sich in jemand anderen verlieben oder dich einfach grundlos verlassen. Dann ist es schwierig oder gar nicht möglich eure Begegnung und euren Beziehungsraum jeden Moment neu und frisch zu erleben. Dann lebst du sozusagen ständig in der Vergangenheit, in dem was dir vielleicht schon passiert ist und dich sehr verletzt hat. Und jetzt gibt es einen Schutzreflex, dies unbedingt 

 vermeiden zu müssen. Damit bleibt ein Teil deines Herzens verschlossen. Aus Angst verletzt zu werden. 

Mit der Rechthaberei aufhören

Wenn du schon mehrere Partnerschaften hattest, hast du wahrscheinlich schon bemerkt, dass sich die Problematik in verschiedenen Variationen wiederholt. Es kommt immer wieder ein Punkt, wo die Liebe scheinbar nicht mehr anwesend ist und an deren Stelle Enttäuschung, Frust, Zorn und Angst zu treten scheint. Bleib dann genau damit ganz bewusst und prüfe all diese Emotionen und Gedanken auf Echtheit. Gib dir die Wahlmöglichkeit in Betracht zu ziehen, daß es Alternativen gibt zu dem was dir bekannt ist. Wie du dich kennst? Wie du geprägt bist? Was Du  über Liebe gelernt hast? Höre, ob es eine Stimme in dir gibt die sagt: “Ich bin fest davon überzeugt, dass Ich so und so bin und das es so und so sein muss –  sonst ist es keine Liebe”.

Ziehe einmal in Betracht, dass es vielleicht nicht die ganze Wahrheit ist und sei bereit, alles was auftaucht ( Überzeugungen, Frust, Anklagen, Befürchtungen etc. ) loszulassen. Sei für einen Moment bereit auf dein “Recht haben wollen” zu verzichten. Das fühlt sich an wie sterben, weil deine Identität stirbt. Sei mitfühlend mit dir. Wenn du Mitgefühl und Verständnis für deine Problematik hast wirst du es ganz natürlich auch mit deinem Partner haben.

Sieh deinen Partner wieder in Unschuld 

Dieser Schritt braucht einen gewissen Vertrauensvorschuss an deinen Partner. Sieh es als Experiment, dass du dich und deinen Partner wieder “ohne Geschichte” sehen kannst. Wie ein leeres Blatt Papier.

Was euch unglücklich macht und trennt ist “die Geschichte” die ihr über die Begegnung in Liebe stülpt. Es ist deine tiefe Sehnsucht und der Zauber des Verliebtseins, dass man sich ganz im Moment und ohne Geschichte begegnet.

Es ist ein Fingerzeig auf das was möglich ist – auf das Potential einer Beziehung.

Bedingungslose Liebe existiert nur in der Partnerschaft der Seelen.

Toni Duppka

Pflege deine Partnerschaft

Schau dir einmal einen Garten an, den du wunderschön findest. Und dann mache dir bewusst, was es braucht um diesem Garten das zu geben, was ihn gedeihen lässt. Du wirst bemerken, dass es viel Pflege und Zuwendung braucht. Genauso wie ein dankbares Staunen über die vollkommene Ordnung zwischen den einzelnen Pflanzen. Übertrage die Betrachtung dieses Gartens auf den Raum deiner Partnerschaft und bringe deine volle Bereitschaft für sein Gedeihen ein.

Sowohl in ganz konkreten Dingen wie den Alltag gemeinsam zu gestalten z.B. die Aufgabenverteilung als auch im Verabreden von gemeinsamen Abenden, an denen es um Nähe und Sexualität geht. Finde heraus welche Bereiche Zuwendung und Fürsorge brauchen. Und welche Bereiche Klärung und eine neue Ausrichtung brauchen.

Es ist wesentlich detailliert und konkret zu werden.

Sieh deine Partnerschaft wie ein Kind, das an die Hand genommen werden muss und Fürsorge und Begleitung braucht, für sein Wachstum   auf dem Weg ins Leben.

Was zählt, sind:
Begeisterung statt Frust,
Partnerschaft statt Wettbewerb,
Teamgeist statt Ego-Individualismus,
gemeinsamer Erfolg statt Wachstumswahn,
Liebe statt Kampf.

Kersten Kämpfer

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